Dialogwerkstätten zur Agenda 2030

 

 

 

 

Vom 14. bis 28. April laden wir gemeinsam mit der Volkshochschule Grafschaft Bentheim zu fünf Dialogwerkstätten zu verschiedenen Aspekten globaler und lokaler Nachhaltigkeit ein. Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldungen erfolgen über die VHS. Die entsprechenden Kursnummern finden sich in den Beschreibungen zur jeweiligen Dialogwerkstätten. 

 

 

 

Dialogwerkstatt I "Urban Gardening" (SDG2, 11.13)

Mittwoch, 14. April 2021 um 19 Uhr 

Seit in den 70er Jahren in New York Community Gärten entstanden, hat sich die Garten Bewegung weltweit ausgebreitet. Der Gedanke Gemüse und Obst zurück in die Städte zu holen und kleine, lokale Nahrungsinseln zu schaffen, gewinnt immer mehr Freunde. Hunderte urbane Gärten existieren bereits in Deutschland, interkulturelle, Gemeinschaftsgärten, Schulgärten, um nur ein paar Formen zu nennen, also höchste Zeit auch in Nordhorn und in der Grafschaft Bentheim das Thema weiter zu bearbeiten. Zentral sind die Fragen: Wie möchten wir leben, unsere Zukunft und unsere Ernährung gestalten und welches Wissen an die Kinder weitergeben? Annabelle Mayntz und Pip Cozens von ART at WORK aus Bielefeld haben die Kokopelli Gärten in Bielefeld erschaffen und sehen diese als ein Gesamtkunstwerk mit der Idee Biogemüse und Obst, politische und kulturelle Bildung in einer Zaunausstellung miteinander zu verbinden. Dahinter steckt der Wunsch nach einer bunten Gemeinschaft von Nachbarn, Kindern, Künstlern, die gemeinsam einen Ort gestalten, der für die Menschen, ihre Bedürfnisse, ihr Interesse an Nahrung, Stadtentwicklung, Gemeinschaft und Ehrenamt Raum und Zeit bietet. 
Kursnummer 1451

 

Dialogwerkstatt II "Nachhaltige Wohnformen" (SDG 11)

Freitag, 16. April um 19 Uhr

Das immer größer werdende Eigenheim liegt im Trend. Herkömmliche Häuser nehmen oft viel Platz weg und belasten durch den Bau mit konventionellen Materialien die Umwelt. Lebensraum in Städten wird immer knapper; ständig steigende Wohnungsmieten, Grundstücksund Immobilienpreise forcieren den Trend zum minimalistischen Wohnen. Doch was ist mit denen, die bei diesem Trend nicht mitmachen können - weil es fi nanziell nicht geht - oder weil sie auf der Suche sind nach alternativen, nachhaltigeren, fl exibleren Wohnformen? Ulrike Emonds und Marvin Nöller vom Arbeitskreis Tiny House geben einen kritischen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten kleiner Häuser, deren nachhaltigen Ansatz sowie den gesetzlichen Rahmenbedingungen und mehr. Gemeinsam wollen wir anschließend Ideen und Strategien erarbeiten, wie auch hier im Landkreis Grafschaft Bentheim alternative Wohnformen ermöglicht werden können. 

Kursnummer 1452

 

Dialogwerkstatt III "Jetzt ein Lieferkettengesetz" (SDG 8 und 12)

Mittwoch, 21. April um 19 Uhr

Mangelhafter Brandschutz in einer KiK-Zulieferfabrik in Pakistan führte 2012 dazu, dass 258 Menschen qualvoll starben. Beim Dammbruch einer brasilianischen Eisenerzmine starben 270 Menschen – obwohl der TÜV Süd Brasilien wenige Monate vorher die Sicherheit des Damms zertifiziert hatte. Unternehmen profitieren von den wirtschaftlichen Vorteilen eines globalen Marktes, aber lassen den Schutz von Mensch und Umwelt häufig außer Acht. Denn: Sie müssen keine Konsequenzen fürchten für Schäden, die in ihrem globalen Geschäft entstehen. Über 90 Organisationen aus den Bereichen Menschenrechte, Umwelt, Entwicklungszusammenarbeit, Unternehmensverantwortung, Gewerkschaften und Kirche, setzen sich deshalb für ein „Lieferkettengesetz“ ein (www.lieferkettengesetz.de). Ein Gesetz, das Unternehmen verpflichtet, weltweit Menschenrechte und Umweltstandards zu achten. In dieser Dialogwerkstatt wollen wir gemeinsam mit Christian Wimberger von der Christlichen Initiative Romero (CIR) die Hintergründe des Lieferkettengesetzes verstehen und uns mit den Kernbotschaften und Forderungen der Initiative Lieferkettengesetz beschäftigen. Zudem wollen wir gemeinsam Ideen entwickeln, was auch wir hier vor Ort zur Umsetzung eines solchen Lieferkettengesetzes tun können. 

Kursnummer 1453

 

 

Dialogwerkstatt IV "Ernährung" (SDG 2)

Freitag, 23. April um 19 Uhr

In den vergangenen Monaten und Jahren wurde und wird auch weiterhin viel über die Welternährung der Zukunft diskutiert und Antworten auf die große Frage gesucht: Wie werden wir alle satt ... ohne die Erde und ihre Ressourcen noch weiter überzustrapazieren. Der Ruf nach einer Ernährungswende wird dabei immer lauter, bestärkt durch die Frage, wie eine nachhaltige Ernährungsweise aussehen kann, ohne auf Kosten der Menschen und Ressourcen aus dem Globalen Süden aber auch der lokalen Landwirtschaft zu leben. In einigen Städten Deutschlands haben sich bspw. so genannte Ernährungsräte gegründet, ein Zusammenschluss unterschiedlicher Akteure. Gemeinsam mit Lena Bassermann vom INKOTA netzwerk e.V. möchten wir gedanklich experimentieren, wie eine solche Ernährungswende hier vor Ort aussehen könnte und was es dazu braucht, um diese auf den Weg zu bringen. Eine konstruktive, kritische Auseinandersetzung ist ausdrücklich erwünscht! 

Kursnummer 1454

 

Dialogwerkstatt V "Stadtentwicklung am Beispiel der Transition Towns" (SDG 11)

Mittwoch, 28. April um 19 Uhr

Wie Städte, Kommunen oder auch Landkreise sich auf den Weg machen können, einen Beitrag zur Agenda 2030 zu leisten, zeigt die weltweite Bewegung Transition Town. Unter dem Motto „Einfach. Jetzt. Machen“ werden in lokalen Transition Initiativen Ideen erprobt, wie wir anders und besser leben können. Gemeinsam mit Silvia Hable der Transition Town Witzenhausen wollen wir uns einen ersten Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten innerhalb der Transition Town Bewegung verschaffen und im Anschluss konkret für Nordhorn und den Landkreis Grafschaft Bentheim Ideen und Strategien sammeln, wie auch wir hier vor Ort Teil dieser weltweit wachsenden Bewegung sein können.

Kursnummer 1455

 

Den Online-Katalog der VHS finden Sie unter diesem Link: Nordhorn VHS: Nachhaltigkeit (vhs-nordhorn.de)